Abrégé de l’histoire de la Ville de Rouffach par Thiébaut Walter Maire de la ville de Rouffach
Rouffach août 1920
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À l’époque de la moisson en l’an 1199, ce fut encore un roi de la Germanie, Philippe de Souabe, qui mit notre contrée à feu et à sang, en brûlant les fruits des champs et en incendiant les maisons ennemies de Rouffach. Ce triste exploit causa la ruine totale de l’ancienne villa Rubecae.
Mais l’évêque, résolu de faire renaître plus fort son point d’appui en Haute-Alsace, se mit aussitôt à l’œuvre.
En 1201, d’abord il conclut un arrangement avec les comtes de Habsbourg qui possédaient de temps immémorial le droit d’avouerie [1] dans le territoire de Rouffach, et il commença la transformation de l’ancien Isenbourg en un puissant château fort. Puis il céda, en 1216, le Herren Gebreit, terrain inoccupé situé aux alentours du Fronhof,[2] à ses vassaux, afin qu’ils puissent s’y établir avec leurs familles. Et, de fait, les Hus, les Lauhgaessen, les Hattstatt, les Ratsamhausen, les Craphe, profitèrent de l’occasion en y construisant leurs foyers.
C’est de cette manière que naquit la partie la plus ancienne de notre ville ; elle s’étendait à peu près entre la courbe de l’Ombach et le rempart du sud-est de la ville actuelle, à l’ombre de la vénérable église paroissiale dédiée à Notre Dame, patronne de la cathédrale de Strasbourg.
En 1216, un certain Algotus agit comme scultetus (prévôt) dans la ville; ce fut le premièr fonctionnaire de ce genre à Rouffach. Un sceau officiel paraît, pour la première fois, apposé sur un document de 1235, et le conseil (magistrat) se trouve, en 1244, en pleine fonction. Le sceau qui le représente la Vierge tenant l’enfant Jésus et une fleur de lis nous rappelle avec le patronage de la paroisse, l’Assomption, les relations intimes avec la ville de Strasbourg et son évêque.
Au château d’Isenbourg résidait le bailli ou grand-bailli, la plus importante des fonctionnaires épiscopaux du haut Mundat. Dans le cour seigneuriale (Fronhof) de la ville siégeait le procureur (Amtsschaffner) avec son tabellion (Landschreiber). Ces trois personnages constituaient le gouvernement du Mundat, c’est-à-dire des bailliages de Rouffach, Soultz et Eguisheim et c’est leur présence qui donna à notre ville son importance et en fit la capitale des possessions de l’évêque de Strasbourg en Haute-Alsace.
Le jour de St-Nicolas en 1262, les chevaliers et bourgeois les plus honorables du Mundat se réunirent dans notre ville afin de discuter et de fixer d’anciens droits en contestation et de s’opposer à des abus commis par l’avoué Rodolphe de Habsbourg. Rodolphe, le futur empereur d’Allemagne, sollicitait depuis quelque temps l’annexion du district de Rouffach à la Régence d’Ensisheim ; mais l’évêque ne put se séparer du plus ancien patrimoine de son église et la bourgeoisie n’aimait guère l’ambition habsbourgeoise.
[1] En droit féodal, l'avoué (lat. advocatus) est un laïc chargé de défendre les intérêts temporels d'une abbaye ou d'un chapitre, le mot français apparaît au début du XIIIe s.26 nov. 2014
dans dhia : Avouerie Le latin advocatus («celui qu’on appelle à soi») donne en français avoué (en Lorraine voué) et plus tard avocat,en allemand
Vogt (mhd. voget, aussi vöt, fougt,etc. ; en francique fauth) et plus tard Advokat Vogt a au moins trois sens différents :
- tuteur ou curateur ;
- bailli (Burg-, Stadt-, Landvogt, Ober- und Untervogt);
- avoué ecclésiastique (Kastvogt, Kirchenvogt).
[2] dhia : Fronhof : Cour domaniale, encore appelée Meyerhof, Herrenhof (avec résidence, parfois occupée par un Meyer, et bâtiments d’exploitation) qui constitue, dès le Moyen Âge, le noyau d’une seigneurie rurale aux mains de familles nobles ou de monastères. La dénomination procède du fait que les sujets devaient y acquitter la corvée et, éventuellement, la dîme. Les fonctions économiques (Fronhof, Zehnthof) ne tardent pas à se doubler de compétences administratives et judiciaires, d’où le nom d’Amtshof ou de Dinghof relevé dans les textes.
Voici ce document du 6 décembre 1262:
... je propose au lecteur d'abord la transcription du texte original de 1262, suivie duen tentative de transcription du même document en allemand moderne et enfin une "tentative" de traduction en français, qui restera bancale, je n'ai pas réussi à identifier certains mots, à en comprendre d'autres et à traduire de façon satisfaisante certaines expressions... la paleographie médiévale germanique n'est pas toujours un sport facile...
Transcription du document original
Urkunde über die Rechte des Straßburger Bischofs und des habsburgischen Vogtes in der Obermundat zu Rufach (Rouffach), 6. Dezember 1262
Wir, die Ritter und die Bürger der Mundat zu Rufach, erklären bei unserem Eid, dass unser Herr, der Bischof von Straßburg, einmal im Jahr nach dem Herbst in der Mundat rechtmäßig eine Steuer (Bede) erheben und deren Höhe allein festsetzen soll. Wenn diese erhoben wird, soll man den Boten des Vogtes unseres Herrn von Habsburg hinzuziehen. Mit diesem soll man die Steuer berechnen und ihm ein Drittel derselben geben.
Weiter erklären wir, dass der Bote desselben Vogtes beim Schultheißen unseres Herrn, des Bischofs, zu Gericht sitzen soll. Von den Bußen für Frevel und Diebstahl, die ausschließlich in die Hand des Schultheißen gezahlt werden, gehört dem Vogt ein Drittel.
Danach soll kein Ritter dem anderen sein Recht entziehen.
Wenn ein Kampf vor dem Schultheißen festgesetzt wird, soll der Vogt ein Drittel der daraus entstehenden Buße erhalten. Derselbe Vogt soll denjenigen, der verurteilt wird, am Leib bestrafen.
Auch soll niemand einem anderen außerhalb des Gerichts an Leib oder Gut Schaden zufügen.
Wir erklären ferner, dass unser Herr, der Vogt, auf keiner Straße innerhalb der Grafschaft von denjenigen, die in der Mundat ansässig sind, Zoll oder Ungeld erheben soll. Er soll uns schützen, soweit er kann. Und wir sollen ihm, wenn er es von uns fordert, gehorsam sein und ihm in der Grafschaft bei allem helfen, was dort zu richten ist.
Der Vogt soll niemanden aus der Mundat wegen Eigenbesitzes, Erbes oder Einkünften vor ein anderes Gericht laden als vor den Fronhof zu Rufach.
Wer aus der Mundat fortzieht und über die Thur geht, den soll unser Herr, der Bischof, nicht daran hindern. Wer von dort zurückkehrt, den soll der Graf nicht daran hindern.
Weiter erklären wir, dass das Vogteirecht in der Mundat so sein soll wie das Vogteirecht zu Straßburg.
Dies alles soll ohne Betrug und ohne böse List geschehen.
Diejenigen, die hierüber geschworen und es bei ihrem Eid bezeugt haben, sind:
Herr Wernher, Herr Ruodolf und Herr Andres, die Herren von Lobegassen; Herr Conrat Crapho; Herr Symon von Meyenheim; Herr Wernher von Ysenburc; Herr Walther von Berse; Herr Sivrit der Jüngere; Herr Hug und Herr Conrat von Egensheim; Herr Conrat der Schedeler; Herr Wernher und Herr Hug de Baselere; Herr Wernher und Herr Heinrich die Schurphesecke; Herr Heinrich der Jüngere; Herr Heinrich der Burgrave; Herr Friderich an den Werde; Herr Johannes, Herr Conrat und Herr Cono, die Herren von Juncholz; Herr Willehelm von Sulze; der Buegeler; Walther, der Schultheiß von Pfaffenheim; Berhtold der Kunic; Johannes in der Gassen; Rodolf Hase; Lutold Gesseler; Cono der alte Bezilin; Trutelin de Kelner; Heinrich Barto; Sifrit Sigelin; Walter Silbersac; Jacob Kelner; Guntram Belian; Cono Herzoge; Jordan Torwarte; Johannes Herdo; Heinrich Bezilin; Gerhart ze Burgelin; Johannes zem Brunnen; Heinrich, der Meier im Fronhof.
Zum dauerhaften Zeugnis des zuvor genannten Rechts hängen wir, die Bürger von Rufach, unser Siegel an diesen Brief.
Dies wurde zu Rufach am Tag des heiligen Nikolaus erklärt, und dieser Brief wurde am selben Tag ausgestellt, im Jahr 1262 nach Christi Geburt.
Transcription du document original de 1262
transcription de Th. WALTER. Je l'ai comparée au document original, mais il reste encore quelques incertitudes sur la graphie et le sens de plusieurs termes...
Wir die rittere unde die burgere von der muntat ze Ruvach sprechen daz bi dem eide, daz unser herre der bischof von strazburc ze einem mal
in dem Jare nach herbeste in der muntat eine bette [1] haben sol ze rehte [2] unde alleine legen sol so du gesamenet wirt / so sol man senden nach des vo-
getes botten unsers herren von habesburc / mit demme sol man rechenen die bette/ unde sol ime geben das dritteil der selben bette / So sprechen wir
me, daz bi unsers herren des bischoves schultheisen sizzen sol ze gerihte [3] dez selben vogetes botte / unde swaz [4] von vrevele [5] unde von dube [6] alleine / an des
schultheisen hant gebesseret wirt / daz ist des vogetes der dritteil / unde da nah / so en mac (l?) deweder rither des anderen reht abe lassen / unde me
swel [7] kamph vor deme schultheisen gevestenet wirt / swas besserunge da beschiht / der wirt dem vogete daz drittel / unde sol der selbe voget swer
verteilt wirt / von deme libe tun [8] / so ensol och nieman dem anderen an lib nohe [9] an guet grifen an [10] gerihte / wir sprechen och / daz unser herre der vo-
get zol noh ungelt nehmen sol an deheiner strazze in der graveschefte von den die in der muntat gesezzen sint unde sol uns schirmen also verre so er mac
unde sülen och wir imme so er ez an uns gevordert / gehorsam sin / ze helfente in der graveschefte swaz dinne ze rihtende ist / So ensol der voget nie-
man von der muntat umbe eigen / erbe / unde gulte / an dehein gerihte driben usser dem vronehove ze Ruvach / Swer och hinnan usser der muntat
zuhet uber turen [11] den ensol unser herre der bischof nit irren, der och har wider zuhet / den sol der grave niht irren / hie nach sprechen wir
daz der vogeteie reht in der Munrat sol sin / alse der vogeteie ze strazburc dis sol alles geschehen ane geverde / unde an argen list / die har umbe
gesworen hant / unde bi dem eide geseit hant / daz ist her Wernher / her Ruodolf / her Andres die herren von Lobegassen / her Conrat Crapho / her
Symon von Meyenheim / her Wernher von Ysenburc / her Walther von Berse/ her Sivrit der iunge / her Hug unde her Conrat von Egensheim / her
Conrat der schedeler / her Werneher / unde her Hug de Baselere / her Wernher unde her Heinrich die Schurphesecke / her Heinrich der iunge / her
Heinrich der Burgrave / her Friderich an den Werde / her Johannes / unde her Conrat / unde her Cono die herren von Juncholz / her Willehelm von
Sulze / der Buegeler / Walther der schultheise von Pfaffenheim / Berhtold der Kunic / Johannes in der Gassen / Rodolf Hase / Lutold Gesseler / Cono
der alte bezilin / Trutelin de Kelner / Heinrich Barto / Sifrit Sigelin / Walter Silbersac /Jacob Kelner / Guntram Belian / Cono Herzoge / Jordan Tor-
warte / Johannes Herdo/ Heinrich Bezilin / Gerhart ze Burgelin / Johannes zem Brunnen / Heinrich der Meyer in dem vronehove / ze eineme steten
urcunde dis vor gesprochenen rehtes / henken wir die burger von Ruvach an disen brief unser ingesigele / dis wart geseit ze Ruvach an
sante Nicolaus tage / unde dirre brief gegeben des selben tages / nahe gottes geburt tusine / zwei hundirt / sehzic / unde zwei iar / an dem dritten iare.
Notes:
[1] Bette, Bede : nd. = Bitte; in der besonderen Bedeutung "Steuer" als wissenschaftliches Fachwort in nd. Lautform üblich; Formen: nd. beede, bedhe, bedde, beide, bäde, hd. meist bete; bet(t)(e), beth(e), be(t)de, bedt(e), bät(t)e, beete, be(h)t(e), bäde, bathe, bothe, bit(t); bair. pet(e); mlat. beda, bat(h)a; lateinische Entsprechung: precaria, petitio regelmäßig erhobene Steuer, meist landesherrlich
[2] rhete: Recht
[3] gerihte : Gericht
[4]swaʒ neutr. sing. alles was, was irgend, immer. I. swaʒ nominat. und accus. — swaʒ sô Diemer 377, 25. Windb. ps. 539. dans BMZ
[5] Frevel
[6] Diebstal
[7] swel : swelch (swehles, swehlem, swelh, dans Mittelhochdeutsches Wörterbuch von Benecke, Müller, Zarncke (BMZ) : swëlch pron. jeder welcher, welcher irgend; aus sô welch. sôwilch
[8] hinrichten
[9] noch
[10] ohne
[11] die Thur, die alte Grenze zwischen den habsburgischen und bischöflichen Besitzungen
