30 août 1306: Johannes von Dirpheim, évêque de Strasbourg, dissout les corporations et interdit le port des armes
Cet article propose une ordonnance promulguée le 30 août 1306 par Jean de Dirpheim, évêque de Strasbourg. Ce règlement est destiné à rétablir l’ordre dans la ville, près une période de troubles et de conflits survenus pendant la vacance du siège épiscopal.
Je n’ai pas eu accès au document original, mais il en existe deux transcriptions, l’une par Adam Walter Strobel dans Vaterländische Geschichte des Elsasses de 1842 et une autre par Théobald Walter dans Urkunden und Regesten der Stadt Rufach vol.2. page 79
J’ai choisi de proposer au lecteur le texte de Strobel, dans son intégralité. Qu’il ne soit pas surpris, c’est de l’allemand de 1306, vieux de sept siècles, du moyen haut-allemand de l’espace rhénan supérieur, avec ses propres formes grammaticales, une orthographe peu normalisée, son vocabulaire et ses conventions écrites.
Cette ordonnance de 1306 laisse entrevoir l’importance qu’avaient acquise les corporations et les associations qui leur étaient liées dans la vie de Rouffach. Si l’évêque Jean de Dirpheim se résout à les supprimer, à annuler les serments qui unissaient leurs membres et à interdire le port des armes, c’est manifestement qu’il voit dans ces organisations une puissance collective susceptible de concurrencer son autorité.
Les dispositions du diplôme suggèrent que ces groupements ne se limitaient pas à la défense d’intérêts professionnels : ils pouvaient également constituer des réseaux de solidarité, d’assistance et de protection, dont les engagements risquaient de soustraire les habitants à la justice exercée au nom de l’évêque.
L’insistance avec laquelle celui-ci réaffirme les prérogatives de son bailli et du conseil, ainsi que son contrôle sur le port des armes, témoigne de sa volonté de reprendre en main la vie publique de la cité.
STROBEL:
In Goz namin Amen. Wir Johannis von Goz gnadin, Bisschof ze
Straßburk, soezinnte ze rehtir satzunge, bedächtlich und mit gutime rate unsirir
stifft manne und andir unsirir getruwin phaffin und legin die da bi sint geweisen
ze vride und ze heile, unsirir stat ze Ruvach und allir der, die dar inne nu odir
harnâh sesshaft und woninde sint, odir darzu hoerint, und gebietin bi unsirn
huldin, das alle zunfte in der stat ze Ruvach und meistirschoefte und
gesellschofte die von der selbin zunfte wegen unze har da gewesin sint abe sin
und das nieman dem andern von
den sachin dheins dinges hinnan für gebundin si. Wir verbietent
och allin unsern burgern von Ruvach das nieman hinnan für in
der selbin stat dheine zunft halte oder mache bi unsen hulden
die der virlürit der da wider iht tut. Dar zu gebietin wir das alle
sicherheit abe si die ieman dem andern in der selbin stat heimliche
odir ofinliche getân hat sich ze schirminde odir ze vristinde und
ze bihilfinde andirs denne mit gerichte, des unsir voget und der
rât von Ruvach von unsern wegen in der stat phlegent und wal-
tint, und swas eide oder gelübde ieman dem andern an zunftin
oder an sicherheitin unze har getân hat, ane eins Bisschovis von
Straßburk urlop, die kündin wir, das sî widir recht sint, und dar
umbe gebietin wir, das sü abe sin und das nieman dem andern davon
gebunden si, und das menegelicb bi sime eide also gewéinlich und
recht mit rate und mit helfe unsirme vogte ze statten stände
getrüwliche ze allen zîtin so er sin bedarf dem gerichte ze helfe
und den vride ze schirminde. Darnâch soezzen wir und verbietent
das bi disim rate der nu ist und bi dem nehisten der darnâch geoz-
zit würt, alle die wile er wer[t], in der stat ze Ruvach nieman er si
edile, burger odir die gemeine bihin hanschen noch dihein wafin,
und mit nammin noch messire noch swert offinliche noch virbor-
gen trage, ane die unsirs vogtis recht ingefinde sint, das meinîn
wir, die sin brôt tegelich essint und sine phert ritint und sine klei-
dir traget, und darzu swenne es nôt tut, und sin der voget bedarf,
dem richte ze helfe, odir den vridin ze schirminde, alle die imme
darzu biholfin sint, den sint zu der zit harneschen und wafin erlô-
bit und das wir alsu menegelicbe wafin verbiettin hant, das sol
man in solichir bescheidenheit virslân, das nieman biswurdik
würt, der durch die stat, ûs odir in, wofin treit ane geverde, so
er ze schaffinde hat in dem lande. Swer aber widir dirre gesozide
und unsirme gebotte tut, und harneschen odir wafin treit in der
stat ze Ruvach andirs denne davor gescribin stât, ist er ein bur-
ger, der ist uns rechtir wete, also dicke er es tut, zehin phuntbasiler phenninge schuldigk, und der stete ze besiourunge einin
manot ûs der stat, und swer die besiourunge mit den phenningen
vor armut nit geleistin mak, der sol nâch dem manode in die stat
nit kommin, er habe die besiourunge vergoltin, odir unsirn urlop
darin ze varinde. Ist aber er ein lantman der wider dise satzunge
tut, swer den in der stat husit odir hovit, odir imme kouf odir ze
essinde odir ze trinkinde git, der würt uns und der stat die vor-
genannte besiourunge für in schuldig. Darnâch verbietin wir der
selbin besiourunge ze tunde bede in unsin und der stat, ob ieman da-
widir iht tete, das nieman mit rede, noch mit geberdin dhein
unzucht begangen, da von die sune die gemachet ist, umbe den
krieg, und den unvride, der in unser vorgenantin stat, do das
bistum ästüre was uffstunt und werte, verrirt odir gebrochin
moente werden, und wer das tut und des mit zwein erbern bur-
gern bezeugt würt, der sol besiourin ane gnade, also do vor ge-
schriben stat. Wer aber das die sune andirs denne mit wortin das
got weinde, mit werkin gebrochin würde, swer daran schuldig
wirt, des lip und sin gut voellit uns ze besiourunge ane alle gnade.
Fürbas so soezin wir und gebietint der vorgenantin stat, ze eime
ewigen rechte, das man in der stat dheinein bu mbe dheinein vrevil
noch dheine mishellle die ieman widir den andern hat, odir hie-
nâch gewünnit stoerin noch brechin sol mit gerichte noch ane ge-
richte. Und dis gebietin wir iemern stete ze habinde bi dem eide
den die gemeinde von Ruvach uns hat getan und eine ieglichem
Bisschove von Straßburk nâh uns würt tun. Darzu gebietin
wir, das ein ieglich rât der ze Ruvach gesetzet würt dis / und
allis das da vorgeschribin stât, al darnâch es gesozet und gebot-
tin ist swere und halte also andere der stete recht und vriheit iem-
mirne ane umbe das da gesozet ist von den die harneschen und
wafin tragint und von den die mit wortin wider sune tient, das
sol nit längerer werin, denne bi disim rate der nu ist und bi dem der
da nâh nehest gesozet würt, es enwurde denne aber von uns be-
dechtliche fürbas geleingert. Und des ze eime urkunde sint unsir
und der vorgenantin stete ingesigel an disin brief gehenkît. Disgeschach und wart offinliche gekündit und gelesen in der stat ze
Ruvach vor richin und vor armen an dem nehisten zistage nah sante
Bartholomeis mes, do man zalte von Goz geburt drizehen hundert
und sechs iar. (Prüfungsarchiv, Arm. des charte, Nr. 1 u. 2.)¹ «Do geschach ein geschoelle zwischent den edeln und den
gediegenen.» (Elsass, S. 98.)² Ringshöven.
Traduction, avec l'aimable complicité de l'I.A.:
Suppression des corporations
Au nom de Dieu, Amen.
Nous, Jean, évêque de Strasbourg par la grâce de Dieu, après avoir établi les dispositions de droit qui s'imposent, mûrement réfléchi et pris conseil auprès des hommes de notre chapitre, ainsi que de nos autres fidèles, clercs et laïcs, qui ont été présents à cette décision pour la paix et le bien de notre ville de Rouffach et de tous ceux qui y résident actuellement ou y résideront à l'avenir, ou qui relèvent de cette ville,
ordonnons, sous peine de perdre notre faveur, que toutes les corporations de la ville de Rouffach, ainsi que les associations de maîtres et les communautés qui ont existé jusqu'à présent en raison de ces mêmes corporations, soient abolies, et que désormais nul ne soit lié à autrui par quelque obligation que ce soit, découlant de ces organisations.
Nous interdisons également à tous nos bourgeois de Rouffach, sous peine de perdre notre faveur, de maintenir ou de créer à l'avenir une quelconque corporation dans ladite ville. Celui qui agirait contrairement à cette interdiction encourrait la perte de notre faveur.
En outre, nous ordonnons que soient abolies toutes les garanties ou associations de protection qu'une personne aurait accordées à une autre dans cette même ville, secrètement ou ouvertement, afin de se protéger, de se défendre ou de se prêter assistance autrement que par la voie judiciaire, laquelle est assurée et administrée en notre nom par notre bailli et le Conseil de Rouffach.
Nous déclarons également contraires au droit tous les serments et engagements que des personnes se sont faits mutuellement jusqu'à présent au sujet des corporations ou de ces garanties, sans l'autorisation d'un évêque de Strasbourg. Nous ordonnons qu'ils soient abolis et que personne ne soit désormais lié à autrui par de tels engagements.
Que chacun, conformément à son serment, apporte loyalement et en tout temps, selon l'usage et le droit, son concours au tribunal, en prêtant conseil et assistance à notre bailli, chaque fois qu'il en aura besoin, afin de soutenir la justice et de protéger la paix.
Interdiction du port des armes
Nous établissons ensuite et ordonnons, sous l'autorité du Conseil actuellement en fonction et du prochain Conseil qui sera élu après lui, pendant toute la durée de leur mandat, que nul, dans la ville de Rouffach, qu'il soit noble, bourgeois ou membre de la communauté, ne porte d'armure ni aucune arme, couteau ou épée, ouvertement ou dissimulés.
Font exception ceux qui appartiennent légitimement à la maison de notre bailli, c'est-à-dire ceux qui mangent quotidiennement son pain, montent ses chevaux et portent ses vêtements, ainsi que ceux dont le bailli a besoin, lorsque les circonstances l'exigent, pour prêter assistance à la justice ou protéger la paix. Ceux qui sont appelés à l'aider à cette fin sont autorisés, dans ces circonstances, à porter armure et armes.
L'interdiction générale du port des armes doit être interprétée avec discernement, de telle sorte que personne ne soit suspecté à tort lorsqu'il traverse la ville, pour y entrer ou en sortir, en portant des armes sans mauvaise intention, dès lors qu'il a des affaires à régler dans le pays.
Sanctions contre les contrevenants
Si quelqu'un contrevient à cette décision et à notre ordonnance en portant une armure ou des armes dans la ville de Rouffach autrement que cela n'a été indiqué ci-dessus, s'il est bourgeois de la ville, il nous sera redevable, à chaque infraction, d'une amende de dix livres de deniers bâlois et sera exclu de la ville pendant un mois.
Celui qui, en raison de sa pauvreté, ne pourrait acquitter cette amende et cette peine d'exclusion ne pourra revenir dans la ville après ce mois tant qu'il n'aura pas payé l'amende ou obtenu de nous l'autorisation d'y rentrer.
Si, en revanche, le contrevenant est un homme du pays qui enfreint cette ordonnance, toute personne qui l'hébergera, l'accueillera chez elle ou lui fournira des marchandises, de la nourriture ou de la boisson sera tenue envers nous et envers la ville de payer à sa place l'amende précédemment indiquée.
Protection de la paix et interdiction des provocations
Nous interdisons en outre, sous peine de cette même sanction, tant en notre nom qu'au nom de la ville, que quiconque, par ses paroles ou ses gestes, commette une offense ou une provocation susceptible de compromettre la paix qui a été conclue au sujet de la guerre et des troubles qui ont agité notre ville susmentionnée, lorsque le siège épiscopal était en proie à des troubles, et qui a duré ou pourrait être troublée ou rompue.
Celui qui agirait ainsi et dont la faute serait attestée par deux bourgeois honorables devra subir la peine sans aucune indulgence, conformément à ce qui a été indiqué précédemment.
Si, toutefois, cette paix était rompue par des actes plutôt que par des paroles, celui qui en serait reconnu coupable verrait sa personne et ses biens tomber sous notre pouvoir de sanction, sans aucune indulgence.
Établissement d'un droit permanent
En outre, nous établissons et ordonnons pour la ville susmentionnée, à titre de droit perpétuel, que nul ne puisse troubler ni rompre, par voie judiciaire ou en dehors de toute procédure judiciaire, aucune querelle, aucun différend ni aucune inimitié qu'une personne entretient contre une autre ou pourrait concevoir à l'avenir.
Nous ordonnons que cette disposition soit observée en permanence, en vertu du serment que la communauté de Rouffach nous a prêté et qu'elle prêtera à chacun des évêques de Strasbourg qui nous succéderont.
Nous ordonnons également que chaque Conseil qui sera établi à Rouffach respecte et observe fidèlement toutes les dispositions précédentes, telles qu'elles ont été établies et prescrites, et les maintienne perpétuellement, à l'instar des autres droits et libertés des villes.
Toutefois, les dispositions concernant le port des armures et des armes, ainsi que les provocations verbales dirigées contre la paix, ne devront rester en vigueur que pendant le mandat du Conseil actuellement en fonction et celui du Conseil qui sera élu immédiatement après, à moins que nous ne décidions, après mûre réflexion, de les prolonger.
En témoignage de quoi, les sceaux du nôtre et de la ville susmentionnée ont été appendus à la présente lettre.
Cet acte fut établi, proclamé publiquement et lu dans la ville de Rouffach, devant les riches comme devant les pauvres, le mardi suivant la fête de la messe de saint Barthélemy, en l'an 1306 depuis la naissance de Dieu.
Le lecteur trouvera en fin de l'article le lien vers deux autres articles du site faisant référence à Jean de Dirpheim:
Les Laubgassen de Suntheim en guerre contre leur évêque et suzerain...
Un parchemin exhumé des archives quatre siècles après sa rédaction …
Gérard Michel
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